Feministische Bücher: Unsere 5 Leseempfehlungen

Feministische Bücher
5 großartige Bücher für mehr Gleichberechtigung

Feministische Bücher: Frauen demonstrieren mit Plakaten

© Jacob Lund / Adobe Stock

Zahlreiche Autorinnen setzen sich für Frauenrechte und Geschlechtergerechtigkeit ein, denn Gleichstellung ist leider noch immer nicht erreicht. Diese fünf feministischen Bücher lohnt es sich zu lesen.

Feminismus ist eines der großen Themen unserer Zeit, denn leider ist die Gleichstellung von Männern und Frauen noch keine Realität. Weltweit werden Millionen Frauen beim Zugang zu Bildung oder Gesundheitsversorgung in ihrem alltäglichen Leben diskriminiert, sind Opfer von Menschenhandel oder körperlicher Gewalt und häufiger von Armut betroffen.

Auch in Deutschland sind wir von Geschlechtergerechtigkeit noch weit entfernt, denn leider werden Frauen noch immer schlechter bezahlt als Männer und erreichen deutlich seltener Führungspositionen als ihre männlichen Kollegen. Laut Statistischem Bundesamt war in Deutschland im Jahr 2021 nur knapp jede dritte Führungskraft weiblich. Grund genug, weiterhin für Gleichberechtigung einzustehen. Genau das tun die Autorinnen dieser fünf Bücher.

Feministische Bücher: Forderung nach mehr Gleichberechtigung

Simone de Beauvoir: Das andere Geschlecht (1949)

Ein absoluter Klassiker im Bereich feministischer Literatur: In ihrem Buch „Das andere Geschlecht“ beschreibt die französische Philosophin Simone de Beauvoir die gesellschaftlichen Strukturen, die Frauen Rollen aufzwingen und sie in die Abhängigkeit von Männern drängen. De Beauvoir zeigt Wege zu mehr Gleichberechtigung auf, die im Hinblick auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder die Forderung nach gleichem Lohn nichts an Aktualität eingebüßt haben. 

Chimamanda Ngozi Adichie: Mehr Feminismus! (2014)

Der humorvolle TED-Talk „We Should All Be Feminists“ der nigerianischen Autorin Chimamanda Ngozi Adichie erregte weltweit Aufsehen. Das Video wurde millionenfach angesehen und das Modehaus Dior druckte den Slogan später auf seine T-Shirts. Adichie benennt den Schaden, den das Patriarchat in der Gesellschaft angerichtet hat, und ruft Frauen und Männer dazu auf, sich für eine gerechtere Welt stark zu machen. In dem Buch „Mehr Feminismus“ findet sich ihr auf Deutsch übersetzter TED-Talk sowie vier Kurzgeschichten von Adichie, in denen sie ebenfalls feministische Themen aufgreift. 

Margarete Stokowski: Die letzten Tage des Patriarchats (2018)

In „Die letzten Tage des Patriarchats“ sind die wichtigsten Essays, Kolumnen und Artikel von Margarete Stokowski versammelt. Humorvoll, geistreich und persönlich schreibt Stokowski über Feminismus, Pornos, Gender-Studies oder Political Correctness. Ihre Texte zeigen deutlich, wo wir auf dem Weg zu einer gerechteren Gesellschaft Nachbesserungsbedarf haben und dass sich Humor und Feminismus keinesfalls ausschließen. 

Sophie Passmann: Alte weiße Männer (2019)

Sophie Passmann ist Autorin, Moderatorin und eine der lauten feministischen Stimmen unserer Zeit. In ihrem Buch „Alte weiße Männer“ setzt sich Passmann mit dem Feindbild des modernen Feminismus auseinander und spricht mit potenziellen Vertretern direkt. Sie trifft einflussreiche Politiker, Journalisten und Prominente wie Robert Habeck, Kai Diekmann oder Tim Raue, um zu klären: „Sind Sie ein alter weißer Mann und wenn ja, warum?“ Die daraus entstandenen Texte sind klug, lustig und unbedingt lesenswert. 

Diverse Autor:innen: Unlearn Patriarchy (2022)

Vorstellungen von einer glücklichen Kleinfamilie, tradierte Rollenbilder, kapitalistische Strukturen oder die alltägliche Sprache: Vieles ist uns so vertraut, dass wir es nicht hinterfragen. Die 17 Autor:innen von „Unlearn Patriarchy“ tun aber genau das und schreiben in klugen und persönlichen Essays darüber, was jede:r Einzelne tun kann, um den Status quo herauszufordern und ungerechte Strukturen aufzulösen.

Quellen: bundesregierung.de, destatis.de 

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Gala

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