Königin Margrethe: Ist ihre Abdankung ein Fehler für die Monarchie?

Königin Margrethe
Ist ihre Abdankung ein Fehler? „Sie raubt der Monarchie die Magie“

Königin Margrethe

© Dana Press

Am 14. Januar 2024 dankt Königin Margrethe ab. Die Proklamation von Prinz Frederik als neuen König von Dänemark stellt ein Ende ihrer Regentschaft dar, das Margrethe so eigentlich nie wollte. Ihre Entscheidung steht auch in der Kritik.

Eigentlich wollte Königin Margrethe, 83, bis zum Ende ihres Lebens Dänemarks Monarchin bleiben. Die Noch-Königin wurde nie müde, diesen Wunsch zu betonen – und brach ihr Versprechen dann doch. Am 31. Dezember 2023 gab sie bekannt, zwei Wochen später abdanken zu wollen. Der 14. Januar 2024 wird nicht nur zum Schicksalstag für die Königin, König Frederik, 55, und Königin Mary, 51, sondern für die gesamte dänische Monarchie. Gegenüber dem Portal „t-online“ äußern sich dänische Expert:innen kritisch gegenüber Margrethes Abdankung. 

Königin Margrethe: Expert:innen verurteilen Abdankung als „Fehler“

Es ist sicherlich nicht das, was die Königin gern hören würde: Neben viel Respekt und Verständnis für iher Abdankung sammeln sich in den Stunden vor Frederiks Proklamation auch kritische Stimmen. Gegenüber „t-online“ erklärt der dänische Adelsexperte Kim Bach: „Die Abdankung war auf lange Sicht ein Fehler. Dieses Versprechen nicht einzuhalten, ist nicht richtig. Sie raubt dem Ganzen die Magie.“ 

Er bezieht sich damit auf Margethes Aussagen, bis zu ihrem Tod Königin bleiben zu wollen. Schlussendlich schien es vor allem ihre Gesundheit gewesen zu sein, die die Monarchin zu dieser folgenschweren Entscheidung zwang. Das machte sie in ihrer Neujahsansprache deutlich – und betonte gleichzeitig auch ihren Wunsch, die Dän:innen mögen Frederik und Mary als Königspaar so akzeptieren, wie sie jahrzehntelang auch Königin Margrethe und Prinzgemahl Henrik, †83, akzeptiert hatten. 

Könnte Margrethes Abdankung zum Stolperstein für Frederik werden?

Auch der Journalist Jakob Steen Olsen äußert sich gegenüber der deutschen Website zu Margrethes Abdankung: „Die Monarchie ist eine vom Schicksal bestimmte Lebensaufgabe. Mit der Abdankung ist sie ein bisschen gewöhnlicher geworden, einfach ein Job.“ 

Eine Annahme, der Kim Bach zustimmt. Er geht sogar noch einen Schritt weiter: „Die Abdankung macht die Krone angreifbar und macht Frederik in Zukunft vielleicht noch Probleme: Sobald es Zweifel an ihm als König geben wird, könnte die öffentliche Meinung eine Abdankung fordern, wie es seine Mutter getan hat.“ Vor dem Hintergrund von Frederiks mutmaßlicher Affäre mit Genoveva Casanova ist dies ein berechtigter Einwand. „Die Geschehnisse in Madrid waren ein Beispiel für Frederiks schlechtes Urteilsvermögen“, urteilt Jakob Steen Olsen scharf. 

Aber: Frederik und Mary sind nach wie vor beliebt bei dem dänischen Volk. Sie erfreuen sich guten Umfragewerten – Mary schafft es dabei sogar, die Nase ein bisschen vorn zu haben. „Die königliche Familie steht für Integrität – und muss dafür auch einstehen. […] Das ist eine der wichtigsten Aufgaben des Königshauses“, so William Atak, der als Kommunikationsexperte arbeitet. Es wird deutlich: Vor Frederik liegt sein Lebenswerk. Ob er diese große Aufgabe gebührend erfüllen kann, wird in den kommenden Monaten und Jahren nicht nur von den Dän:innen selbst genau beobachtet werden, sondern international.

Verwendete Quelle: t-online.de

cre
Gala

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