Prinzessin Mette-Marit: „Schmerzhaft“! Offene Worte über ihr Schicksal

Prinzessin Mette-Marit
Selten offene Worte über ihre schwere Krankheit

Prinz Sverre Magnus, Prinz Haakon, Prinzessin Mette-Marit und Prinzessin Ingrid Alexandra

Prinz Sverre Magnus, Prinz Haakon, Prinzessin Mette-Marit und Prinzessin Ingrid Alexandra

© Dana Press

Prinzessin Mette-Marit leidet seit fünf Jahren an einer chronischen Lungenfibrose. Nur selten öffnet sich Prinz Haakons Frau und gibt Details über ihren Gesundheitszustand preis. Zu ihrem 50. Geburtstag macht sie eine Ausnahme.

Anlässlich ihrer großen 50. Geburtstage geben sich Prinz Haakon und Prinzessin Mette-Marit so offen wie nie. Nachdem erst der Kronprinz von Norwegen über die „ernste Erkrankung“ seiner Frau sprach und erklärte, „wie gut sie atmet, ist unterschiedlich“, hat nun auch Mette-Marit selbst ein Gesundheitsupdate zu ihrer chronischen Lungenfibrose gegeben.

Prinzessin Mette-Marit: „Es gibt viele Dinge, die schmerzhaft, schwierig und hart sind“

Knapp fünf Jahre ist es her, dass Prinzessin Mette-Marit die Diagnose erhielt. Welche Art der Lungenfibrose sie hat, gab der Hof im Oktober 2018 nicht bekannt. Was aber feststeht: Ihre Lunge hat weniger Volumen zum Atmen. Die Folge sind oftmals Kurzatmigkeit und schnellere Erschöpfung. Seither variiert Mette-Marits Belastbarkeit, oft muss sie kurzfristig Termine im Namen der Krone absagen. „Wie gut sie atmet, ist von Zeit zu Zeit unterschiedlich. Was an einem Tag schwierig ist, kann am nächsten Tag schon wieder gut sein“, sagte Prinz Haakon vor wenigen Wochen im Geburtstagsinterview mit der führenden norwegischen Zeitung „Aftenposten“, zitiert von „VG“.

Ein Zustand, der für die zukünftige Königin Norwegens nicht immer gut zu ertragen ist. Im Gespräch mit dem norwegischen TV-Sender „NRK“ lässt sie tief blicken und meint: „Es gibt viele Dinge, die schmerzhaft, schwierig und hart sind.“ Dem versucht sie dennoch etwas Positives abzugewinnen und führt aus:

Gleichzeitig hat es aber auch etwas sehr Schönes, denn man wird wirklich mit sich selbst konfrontiert. Man muss sich selbst viel ernster nehmen. Und dann muss man langsamer werden, was ich oft getan habe.

Mette-Marit kann im Leben nicht mehr schummeln

Ihre chronische Erkrankung sei also eine gute Gelegenheit, innezuhalten und ein wenig langsamer zu leben. Mette-Marits Leben musste sich komplett wandeln. „Ich kann nicht mehr schummeln und einfach denken: ‚Das wird schon klappen'“, ist sich die Kronprinzessin heute sicher. Aktuell fühle sie sich „erstaunlich gut“. Sie sei „sehr glücklich, gut in Form und arbeite jetzt viel.“ Ein Zustand, der sich jedoch schnell ändern kann, dessen ist sich Mette-Marit bewusst.

Ihre besondere Herausforderung: Andere sehen die Erkrankung nicht

Für viele Menschen, die wie ich mit einer chronischen Krankheit leben, die man nicht so gut sehen kann, kann es sehr anstrengend sein, besonders an den Tagen, an denen es sehr schwierig ist. Denn wenn man es nicht sieht, ist es schwer zu verstehen. Ich habe einen neuen Respekt vor anderen chronisch kranken Menschen gewonnen.

Doch Prinzessin Mette-Marit wolle „sich nicht mehr so sehr mit den Erwartungen anderer“ beschäftigen. Das habe ihr das Alter gelehrt. Heute könne sie besser im „Hier und Jetzt“ leben und auf ihre Stärken schauen, die sie auch mit ihrer Erkrankung habe.

Was das bedeutet? Sie versuche, sich nicht im Negativen zu verzetteln, sondern sich darauf zu fokussieren, „was [sie] mit den Einschränkungen erreichen kann“. Eine bewundernswerte Einstellung.

Verwendete Quellen: Dana Press, nrk.no, aftenposten.no, vg.no

jse
Gala

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