Schock: Putin Soldaten jubeln: Kämpfen die Russen jetzt mit deutschen Panzer?

Mit einer prahlerischen Botschaft teilt das russische Verteidigungsministerium mit, dass russische Soldaten „westliche Ausrüstung erbeutet“ haben. Genauer gesagt handelt es sich um einen deutschen Leopard-Panzer und amerikanische Schützenpanzer vom Typ Bradley.

In einem veröffentlichten Video des russischen Verteidigungsministeriums sind russische Soldaten zu sehen, die sich zwischen zurückgelassenen ukrainischen Militärfahrzeugen bewegen, darunter ein deutscher Leopard 2A6 – der modernste Kampfpanzer, den die Ukraine bisher erhalten hat. Bemerkenswert ist, dass es sich um die Fahrzeuge handelt, die in einem Gefecht in der vergangenen Woche zurückgelassen wurden. Die russische Propaganda hat bereits mehrere Videoaufnahmen der Fahrzeuge mit Hilfe von Drohnen angefertigt und veröffentlicht. Bisher wurden ein weiterer leicht beschädigter Leopard 2A6 sowie ein 2A4 zerstört.

Auch das nun veröffentlichte Video scheint bereits mehrere Tage alt zu sein, da einige der Motoren der Fahrzeuge noch laufen, während die russischen Soldaten um sie herumgehen.

Dies bedeutet, dass es bisher keine Hinweise darauf gibt, dass es den russischen Streitkräften tatsächlich gelungen ist, den Leopard oder die Bradleys zu bergen. Möglicherweise fehlt in diesem Frontabschnitt die erforderliche Ausrüstung oder das Gebiet ist zu unsicher, da es in Reichweite der ukrainischen Artillerie liegt.

Aus dem Video geht zumindest hervor, dass sowohl der Leopard 2A6 als auch die meisten Bradleys nur geringfügig beschädigt wurden: Wahrscheinlich gerieten die ukrainischen Fahrzeuge vor einem Minenfeld unter russischen Artilleriebeschuss, und durch die anschließenden Manöver wurden einige der Fahrzeuge möglicherweise auch durch Minen beschädigt. Der aktuelle Zustand der Fahrzeuge ist unklar.

Ja, es handelt sich um ein Propagandainstrument. Russische Militärblogger und staatliche russische Stellen veröffentlichen immer wieder Aufnahmen des beschädigten Leopard-Panzers. Die Botschaft lautet: Die russischen Streitkräfte konnten sogar den modernsten Kampfpanzer im Arsenal der ukrainischen Armee stoppen, weshalb diese Verluste immer wieder präsentiert werden.

Damit soll auch von den gleichzeitigen Erfolgen der ukrainischen Armee an anderen Frontabschnitten abgelenkt werden, wo sie mehrere Ortschaften befreit hat und offenbar auch Dutzende russische Soldaten gefangen genommen hat. Selbst wenn es der russischen Armee gelingen sollte, einen beschädigten Leopard-Panzer zu bergen und zu reparieren, dürfte dieser kaum eine effektive Waffe gegen die ukrainische Armee sein. Der wichtigste Grund dafür ist der Mangel an Munition. Der Leopard 2A6 verwendet NATO-Munition im Kaliber 120×570 mm, während die meisten russischen Kampfpanzer für das Kaliber 125 mm ausgelegt sind.

Könnte die russische Rüstungsindustrie von der erbeuteten Technik profitieren?

Eine der stetig vorgetragenen Warnungen gegen die Lieferung westlicher Waffensysteme an die Ukraine lautete: Sollte die russische Armee westliches Militärgerät erbeuten, könnte dieses auf Schwachstellen untersucht oder Teile davon kopiert werden.

Anders als bei den modernen Luftverteidigungssystemen wie IRIS-T dürfte der Erkenntnisgewinn eines erbeuteten Leopard stark begrenzt sein: Die Kampfwertsteigerung auf die Version 2A6 ist bereits mehr als zwanzig Jahre alt.

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